Während im verregneten Köln die Besucher auf dem Butzweilerhof….(siehe Beitrag weiter unten), trafen sich Mitglieder des FK GUNTHER PLÜSCHOW e.V. im windigen und luftigen Büsum und Meldorf, um die Ausstellung „Wir leben auf Atlantis“ von Bernd Kirchner anzusehen. Rechts im Bild 2 Werke von Bernd Kirchner (2. v. rechts), ganz links Daniel Bruhin, Fotograf und Autor aus Chile. Daniel wohnt an einem der spannendsten Orte auf diesem Planeten: der Insel Juan Fernandez, auch bekannt als die Robinson-Crusoe-Insel. v.l.n.r.: Daniel Bruhin, Svenja Barenthien, 2 Gäste, Uta Barenthien, Gerd Lougear, Gabi Kirchner, Karin Preiß, Bernd Kirchner, Burkhard Preiß.
Die GUNTHER-PLÜSCHOW-Ausstellung auf dem alten Kölner Flughafen Butzweilerhof war auch am 08.09. 2013, dem Tag des offenen Denkmals 2013, wieder sehr gut besucht. Etwa 400 Interessierte, jung, alt, Kinder und Erwachsene kamen und entdeckten für sich die spannende Geschichte dieses großen Flugpioniers. Für die Kinder waren besonders interessant der gezeigte Plüschow-(Stumm-) Film und das von Gerhard H. Ehlers vom Freundeskreis GUNTHER PLÜSCHOW e.V. zum Erklingen gebrachte Grammophon (Jahrgang 1927) der Marke ELECTROLA. Ehlers führte als Gastgeber durch die Ausstellung und beantwortete alle Fragen. Zahlreiche Informationsblätter (kostenlos) wurden verteilt und viele Plüschow-Bücher verkauft. Wieder mit von der Partie war, gleich neben Plüschow, : Pater Paul Schulte. Bilder aus dem Leben des fliegenden Paters dokumentieren seine Leidenschaft für seine Mission und die Weite über den Wolken. Foto links: Plüschow-Ausstellung im alten Kölner Flughafen Butzweiler Hof
Latizón TV, 2007 von Ursulina Pittrof und Stefan Tröbs gegründet, ist Deutschlands erster und bisher einziger lizenzierter Web-TV-Sender, der sich ausschließlich dem Kulturkreis Lateinamerika widmet. Die Philosophie der Firmengründer und gleichzeitig der an das Programm gerichtete Anspruch ist, den Kulturkreis Lateinamerika in seinen vielfältigen Facetten allen an Lateinamerika Interessierten vorzustellen und näher zu bringen. Und so entdeckte der Sender folgerichtig Gunther Plüschow, der Ende 1920er Jahre in Deutschland mit Filmen und Zeitungsartikeln das Bild von Brasilien, Chile und Argentinien prägte. Gerne unterstützte der Freundeskreis Latizón TV bei den Arbeiten für einen Beitrag über G.P. Foto links: Ursulina und Stefan Pittrof drehen im Gunther-Plüschow-Archiv in Odenthal. Am nächsten Tag besuchten sie die Plüschow-Ausstellung auf dem Butzweilerhof in Köln. Sobald der Beitrag fertiggestellt ist, werden wir Sie informieren.

Als wir vor einigen Wochen die Nachricht erhielten, konnten wir es zunächst nicht fassen, so abenteuerlich klang die Geschichte. Aber da die Information aus erster Hand, einer absolut zuverlässiger Quelle kam, wurde langsam klar, daß etwas Unglaubliches geschehen war: 2 Kolben aus dem Motor des SILBERKONDORS waren aufgetaucht!!! Nach 82 Jahren sind zwei Aluminium-Kolben des BMW-IV-Motors der Heinkel HD 24 W aus dem fernen Patagonien in Deutschland „sichtbar“. Die vier Kolbenringe und die am Umfang verteilten Schmierstoffbohrungen unterhalb der Ringnut sind auf dem Foto gut zu erkennen (Info v. W. Zähle). Die beiden „Prachtstücke“ wurden 1962 von der Nerother „Spielschar Burg Waldeck“ mit nach Deutschland gebracht. Die Spielschar hatte im Frühjahr 1962 das erste Denkmal für Plüschow errichtet, in Patagonien, gegenüber der Absturzstelle am Rico Brazo. In die damals noch schwer zugängliche Gegend wurden viele Säcke Zement und Steine aus den Grundmauern eines alten Hause gebracht, und in das Fundament Teile des Flugzeugs eingemauert. Letztere hatten Farmer aus der Gegend den Nerothern übergeben. Der Fk GUNTHER PLÜSCHOW e.V. wird gemeinsam mit der Nerother „Spielschar Burg Waldeck“ diese außergewöhnlichen Fundstücke und die damit verbundenen Geschichte einer breiten interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen. Und darauf freuen wir uns sehr.

„PLÜSCHOW, Geschichte und Architektur eines mecklenburgischen Gutes“ heißt ein vor kurzem im Thomas Helms Verlag Schwerin erschienenes Buch, Autorin ist Sabine Bock. Mit Liebe zum Detail beschreibt die promovierte Architektin darin nicht nur die Historie des in der 2. Hälfte des 18. Jahrh. erbauten Gutshauses, sie erzählt auch die wechselvolle Geschichte eines kleinen Gutes in der wunderschönen mecklenburgischen Landschaft. Die Autorin schlägt einen spannenden Bogen von dem frühen 16. Jahrh. , über „das plötzliche Auftauchen der Familie Plüschow (1808)“, bis zum heutigen Künstlerhaus Plüschow. Auch wenn von dem Alten nur wenig geblieben ist, nach der Lektüre des Buches kann man sich mit etwas Phantasie in die Hoch-Zeit des Besitzes des Erbherzogs Friedrich Ludwig zu Mecklenburg hineinversetzen. Sabine Bock ist eine umfassend bebilderte und kenntnisreich geschriebene Geschichte des Gutes, des Hauses und eines verschlafenen Teils Mecklenburgs gelungen. Dieses sehr gut gestaltete Buch sollte viele Leser finden, es ganz sicher nicht nur für unsere Mitglieder in Mecklenburg empfehlenswert. Also: bitte dieses Buch kaufen, lesen und … Mecklenburg besuchen, natürlich mit einem Stopp auf Schloß Plüschow.
Und, ja, „unser“ Plüschow kommt natürlich auch darin vor.

Nach fast 6 Monaten schloß am 31.03.2013 im Überseemuseum in Bremen die Sonderausstellung ABENTEURER FORSCHER ENTDECKER. Die Geschichte um Gunther Plüschow paßte sehr gut in das „Rahmenprogramm“. Burkhard Preiss vom Freundeskreis hatte das Thema PLÜSCHOW dem Museum vorgeschlagen und konnte anläßlich der Eröffnung „seinem“ Bürgermeister Jens Böhrnsen einen kurzen Abriss der Geschichte geben. Im Eingangsbereich zur Ausstellung waren ein Modell der HD 24W – Tsingtau, ein Original-Teil des Flugzeugs, ein Rucksack und andere Artefakte ausgestellt. Die Besucher der Vitrinen und Texte über Darwin, Vasco da Gama, Cook und Nansen mußten also zuerst einen Blick auf Gunther Plüschow werfen. Und das hat uns sehr gefallen. Das Foto mit Bürgermeister Jens Böhrnsen sehen Sie HIER. Da eine Vitrine Alexander Selkirk (= Robinson Crusoe) gewidmet war, kam ein Nachfahre des Seefahrers nach Bremen. Nun kennt auch dieser die Geschichte vom Feuerlandflieger. Mittlerweile sind die Ausstellungstücke aus dem Museum abgeholt und auf dem Weg nach Köln, in den Butzweiler Hof (siehe Beitrag oben). Die Verantwortlichen haben uns mitgeteilt, daß die Ausstellung ein großer Erfolg war. Tausende Besucher aus dem In – und Ausland haben sich in dem vergangenen halben Jahr die spannenden Geschichten der Abenteurer, Forscher und Entdecker angesehen – und der mecklenburgische Feuerlandflieger war mit dabei. Anfang 2013 stellte der renommierte Fotograf Jürgen Hohmuth in den Ausstellungsräumen seinen faszinierenden Bildband „WRACKS AM ENDE DER WELT, der Schiffsfriedhof um Kap Horn“ vor.
Am 23. und 24. März 2013 traf sich der Freundeskreis GUNTHER PLÜSCHOW e.V. in Berlin. Wie auch bei unserer Veranstaltung im Juli 2012 begrüßten wir Gäste aus Übersee und der Nähe: einen Buchautoren, Filmemacher und Journalisten aus Argentinien, einen großartigen Fotografen aus Berlin, einen renommierten Kameramann, einen Krabbenpuler aus Büsum, einen Modellbauer aus Bremen und Andere. Das Foto wurde am Sonntagmorgen bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein aufgenommen. v.l.n.r.; sitzend: Adri, Eberhard und Katharina; stehend: Sofi, Uta, GHE, Roberto, Gabriele, Gerd, Karin, Burkhard und Nicole. Die längste Anfahrt hatten Adri, Sofi, Roberto und Nicole. Sie waren aus Buenos Aires über Barcelona, Paris und Prag angereist, um mit uns einen abwechslungsreichen und langen Abend zu verbringen. Und darüber haben wir uns sehr gefreut. Muchas gracias y un abrazo fuerte. Vielleicht gelingt es ja, daß wir Euch in Argentinien besuchen. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit …. .
Auch wenn die Ereignisse um Gunther Plüschow mitunter 100 Jahre zurück liegen, finden sich immer wieder Dokumente oder Erinnerungsstücke an ihn und seine Abenteuer. Und hin und wieder können diese Gegenstände, Fotos usw. auch für das Gunther-Plüschow-Archiv erworben werden. HIER finden Sie die aktuellen Neuzugänge der Sammlung.

Gunther Plüschows Abenteuer wurden in Büchern, Zeitungsartikeln und Groschenheften vielfach illustriert, teilweise sogar in Farbe. Es gibt jedoch nur ein einziges zeitgenössisches Gemälde, auf dem eine Episode von seinen Expeditionen abgebildet ist: das Gemälde des Düsseldorfer Malers EDUARD SCHLOEMANN. Plüschow und Schloemann lernten sich 1930 in Patagonien kennen, und der Vorschlag Schloemanns, mit seinen Bildern den schwarz-weiß Fotografien der Region Farbe zu verleihen, gefiel Plüschow. Aber bevor es zu gemeinsam Vorträgen und Ausstellungen kam, stürzte Plüschow 1931 im argentinischen Patagonien, im Gebiet des Perito Moreno-Gletschers ab und verunglückte tödlich (Quelle: www.eduardschloemann.de). Seit Anfang Dezember 2012 ist dieses einzigartige Gemälde Teil der Plüschow-Sammlung des Freundeskreis GUNTHER PLÜSCHOW e.V. . Besuchen Sie die o.g. Webseite über Eduard Schloemann, um mehr über ihn und seine Bilder zu erfahren. Einen großen Dank an Alle, die es ermöglicht haben, daß die Plüschow-Sammlung um das so bedeutende Gemälde erweitert werden konnte.
Gunther Plüschow zurück in Mecklenburg! Am 1. Dezember 2012 eröffnete das Technische Landesmuseum gemeinsam mit der Hansestadt Wismar das Erlebniszentrum, in dem Sie die spannende Welt der Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns erleben können. Werden Sie zum Entdecker, der durch einen Feuertunnel ein Versuchslabor betritt. Lassen Sie sich von der Faszination Technik begeistern. Auf 2.500 Quadratmetern erwarten Sie im Ausstellungshaus in Wismar beeindruckende Objekte, viele Experimente und Technik zum Anfassen. Mehr erfahren Sie unter www.phanTECHNIKUM.de . In einem Bereich über Mecklenburgische Flugpioniere wird auch an Gunther Plüschow erinnert. Die Gestaltung der Vitrine erfolgte mit Unterstützung des Freundeskreises, aus dem Plüschow-Archiv wurden Leihgaben zur Verfügung gestellt. Viel Spaß im phanTECHNIKUM in Wismar, im kühlen, schönen Norden.